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Bischofferode und die Treuhand

Ossis – Arbeiter zweiter Klasse? Bischofferode als Symbol des Scheiterns der Treuhand

Alter: 14 | Format: Textbeitrag | Schule: Gymnasium Altenholz | Schleswig-Holstein

Die über 30-seitige Arbeit hinterfragt kritisch das Vorgehen der Treuhand in Bischofferode. Die Schüler untersuchen dafür die Übernahme des Kaliwerks „Thomas Müntzer” in Bischofferode durch die Kali & Salz AG Kassel, welche durch die Treuhandgesellschaft organisiert wurde. Im Zuge dieser Fusion wurde das thüringische Werk zum Ende des Jahres 1993 geschlossen, was zu heftigen Protesten der Mitarbeiter führte, die enorme Medienaufmerksamkeit erhielten. Mit Hilfe von Interviews halten die Schüler fest, dass das Kaliwerk in Bischofferode trotz guter technischer Ausstattung geschlossen wurde. Grund dafür seien die niedrigen Salzpreise zu Beginn der 1990er-Jahre gewesen. Die K&S AG Kassel habe durch die Fusion einen Konkurrenten ausschalten können und deshalb das Werk übernommen. Im Zuge dessen verdiente sie an Treuhandsubventionen und konnte so ihr Geschäft aufrechterhalten. Die Jugendlichen diskutieren auch, wie die damalige mediale Verarbeitung der Proteste die Bilder des „Besserwessis“ und „Jammerossis“ festigte und bis heute eine wichtige Rolle dafür spielen könnte, dass sich ostdeutsche Bürger als „zweitklassig“ fühlen. Entstanden ist eine sehr ausführliche Textarbeit, die durch ihre aufwändige Recherche und die kritischen Fragen an den Sachverhalt überzeugt.

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