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Abenteuer Fotografie

Uwe Kumpf. Foto: privat

Uwe Kumpf arbeitete zur Zeit der DDR in einem Energiekombinat. Nach der deutschen Einheit begann für ihn ein ganz neues Abenteuer: Er stieg als Fotograf bei einer Westzeitung ein, die in Gotha versuchte, eine neue Redaktion aufzubauen.

Uwe berichtet begeistert über diese Zeit Anfang der 1990er-Jahre. Für ihn sei es ein neuer Schritt und ein spannendes Wagnis gewesen, als Freiberufler bei der Zeitung einzusteigen. Er war damals 21 Jahre alt und kündigte seinen bisherigen Job. Beides – Kündigungen und Freiberufler – hatte es in der DDR nur wenige gegeben. Für Uwe war in dieser Zeit vieles neu, auch die Fotografie, an die er sich langsam herantastete.  Er berichtet, dass die Bevölkerung in Gotha hungrig nach einer Westzeitung war. Wenn Uwe von der Stimmung in der Redaktion erzählt, gerät er ins Schwärmen: Sie seien alles junge Leute gewesen, die einen super Draht zueinander gehabt hätten. Dass sie aus Ost und West stammten, sei überhaupt kein Thema gewesen, das habe ihn zwischendurch verblüfft. Sie einte ein großer Zusammenhalt und der Ehrgeiz, die Zeitung gemeinsam auf die Beine zu stellen. Dennoch überlebte der Zeitungsverlag nicht und für ihn ging das Abenteuer nach fünf Jahren zu Ende. Freiberufler blieb Uwe dennoch: Er arbeitet heute als selbständiger Kameramann.