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Abschied vom „Konsum“

Lebensmittelgeschäft in Hagenow. Foto: Zeitreisen 3

Nach dem Fall der Mauer und der deutschen Einheit stellte sich für viele Betriebe in Ostdeutschland die Frage, ob sie trotz der neuen Konkurrenz aus dem Westen bestehen können oder aber schließen müssen. Wie ein Lebensmittelgeschäft in Hagenow mit der neuen Situation umgegangen ist, könnt ihr hier lesen:

In der DDR ist der „Konsum“ in vielen Dörfern und kleinen Städten für die Bevölkerung die einzige Möglichkeit um einzukaufen. Konkurrenz gibt es genauso wenig, wie ausreichende Ware. Doch dann fällt die Mauer, der Run auf die Westprodukte beginnt und die Konsum-Märkte sehen sich plötzlich der übermächtigen Konkurrenz der westdeutschen Einzelhandelsketten gegenüber. Die Probleme sind gewaltig: Es gibt zu viele Mitarbeiter, unrentable Filialen, die Bausubstanz ist marode, das Händlernetz funktioniert nicht mehr. Viele Konsumgenossenschaften geben auf und melden Insolvenz an. In Hagenow bei Ludwigslust haben die Mitarbeiterinnen die Ärmel hochgekrempelt, die Märkte saniert und sich gegen die Konkurrenz behauptet.

Über den „Konsum“ in Hagenow gibt es einen kleinen Film und Unterrichtsmaterialien. Mehr Informationen gibt es hier: Zeitreisen 3. Zur Geschichte von Übergang und Transformation in den Neuen Bundesländern.