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Das Grüne Band – Natur pur, wo einmal die Grenze war

Luftbild vom Grünen Band zwischen Fürth am Berg und Mogger an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern.
Foto: Klaus Leidorf

Ihr habt Lust, euch im Wettbewerb mit einem Umwelt-Thema zu beschäftigen? Kein Problem, denn auch in diesem Gebiet hat es durch die deutsche Einheit viele Veränderungen gegeben. Ihr könntet euch mit den Umweltverschmutzungen oder dem Umweltschutz auseinandersetzen. Und habt ihr euch schon einmal gefragt, was mit dem Grenzstreifen passiert ist, der sich über Jahrzehnte durch ganz Deutschland zog?

Dort wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, wo Menschen gewaltvoll daran gehindert wurden, die DDR zu verlassen, befindet sich heute auf rund 1.400 Kilometern eine besondere Ökozone: Das sogenannte Grüne Band. Zur Zeit der deutschen Teilung bildete sich im Bereich des abgeriegelten Grenzstreifens, in dem die Natur sich selbst überlassen war, eine große Artenvielfalt heraus. Der Streifen von Hof in Bayern bis Lübeck in Schleswig-Holstein wurde zum Rückzugsort von zahlreichen seltenen und gefährdeten Pflanzen sowie Tieren. Nach dem Fall der Mauer hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in diesem Gebiet ein großes Naturschutzprojekt initiiert. In Thüringen wurde das Grüne Band 2018 vom Landtag sogar zum Nationalen Naturmonument erklärt. Auch in ganz Deutschland wird momentan debattiert, das gesamte Gebiet als Naturrefugium zu bewahren. Die Idee, diese Fläche zu schützen, ist allerdings schon 30 Jahre alt. Bereits im Dezember 1989 trafen sich Naturschützer aus Ost und West und forderten, den ehemaligen Grenzstreifen als Grünes Band zu bewahren.