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Hansa Rostock. Ein Ostklub machte Karriere

Hansa Rostock beim Spiel. Foto: Zeitreisen 3

Was passierte eigentlich nach der deutschen Einheit mit den Ost-Fußballclubs? Viele Vereine verschwanden in der Versenkung. Hansa Rostock hingegen wurde umgebaut, behauptete sich und gewann sogar das erste Heimspiel in der Bundesliga. Doch dann folgte der Abstieg. 

Die Kicker von der Küste galten als letzter Leuchtturm des Ost-Fußballs – mit zwölf Bundesliga-Spielzeiten seit der Wende. Schon im Mai 1991 hatte Hansa Rostock sein Sommermärchen. Damals wurde aus einem eher unbedeutenden Oberliga-Klub aus der ehemaligen DDR ein Fußballverein nach westdeutschem Muster: Ein West-Trainer wird engagiert, das Stadion wird umgebaut und die Spieler bekommen ihr Geld nicht mehr von ihren Betrieben, in denen sie eigentlich beschäftigt waren, sondern direkt vom Verein. Gleich das erste Heimspiel in der Bundesliga gewinnt Rostock mit 4:0. Es folgen Siege gegen Dortmund, Nürnberg, Bayern München – und nach dem Remis gegen Leverkusen am siebenten Spieltag ist Hansa Rostock plötzlich Tabellenführer. Ein Erfolg, mit dem sich bald eine ganze Region identifiziert. Hansa: ein Ostklub macht Karriere.

Über Hansa Rostock in den Umbruchszeiten gibt es einen kleinen Film und Unterrichtsmaterialien. Mehr Informationen gibt es hier: Zeitreisen 3. Zur Geschichte von Übergang und Transformation in den Neuen Bundesländern