Kunst – Und sie dreht sich doch

Gruppenbild mit Kunstwerk

Und sie dreht sich doch – Gesellschaft in Bewegung: Aufhebung der Kontrolle und der Einschränkungen

Alter: 14-17 Jahre | Format: Kunstwerk| Trave-Gymnasium| Lübeck, Schleswig-Holstein

 

Thema

Was veränderte sich in der Heimatregion mit dem Fall der Mauer? Wie ist die Transformation dort auch konkret sichtbar? Die beiden Jugendlichen sehen sich in ihrem Kunstprojekt drei Aspekte der Transformation an und gestalten diese auf einer Drehscheibe mit Holz und anderen Materialien aus. Jeweils zwei der sechs Segmente stehen sich gegenüber und unterteilen das Gezeigte in ein „vor“ und ein „nach“ dem Mauerfall. So werden die Veränderungen vor Ort konkret sichtbar gemacht.

 

Umsetzung

Die Recherche führte die Jugendlichen entlang der Travemündung und in Bibliotheken. Ein Vision-Board mit Fotografien verschiedener Blickpunkte und Blickachsen über die Region bildete den Ausgangspunkt für das Kunstprojekt, auf dessen Grundlage sie die Drehscheibe mit den 2×3 Themensegmenten bastelten. Den Prozess hielten sie fotodokumentarisch fest. Zuletzt schrieben sie die Ausstellungstexte und drehten ein erklärendes Begleitvideo zu ihrem Kunstwerk.

Aufbauhelfer – Von West nach Ost nach der Wende

Deutschlandkarte während der Wiedervereinigung

Aufbauhelfer – Von West nach Ost nach der Wende

Alter: 15-16 Jahre | Format: Film| Gymnasium Altenholz | Altenholz, Schleswig-Holstein

 

Thema

Das 17-minütigen Video handelt von der Rolle der Aufbauhelferinnen und Aufbauhelfern, die im Zuge der deutschen Einheit von West- nach Ostdeutschland gezogen sind, um dort bei der Umstrukturierung der Verwaltung nach westdeutschem Muster zu helfen. Die Schülerinnen und Schüler stellen in dem dokumentarischen Film die Frage, was genau deren Aufgaben waren, inwieweit diese Arbeit notwendig war und wie dies in Ostdeutschland gesehen wurde.

 

Umsetzung

Der aufwändig geschnittene Film ist informativ und bedient sich auch unterstützender Grafiken, um die Bedeutung der Aufbauhelfer zu verdeutlichen.

Reisefreiheit vs. fehlende Fortbewegungsmöglichkeiten

 

Grenzenlose Reisefreiheit vs. fehlende Fortbewegungsmöglichkeiten

Alter: 15-16 Jahre | Format: Film| Gymnasium Altenholz | Altenholz, Schleswig-Holstein

 

Thema

In dem 20-minütigen Erklärvideo gehen zwei Jugendliche der Frage nach, welche Auswirkungen die deutsche Einheit auf die Infrastruktur des bundesweiten Bahnnetzes hatte. Dafür umreißen sie zunächst die Geschichte der Deutschen Bahn vor dem Mauerfall und gehen dann genauer auf die Veränderungen in System und Infrastruktur ab 1989/90 ein. Vor allem auf die Bahnreformen von 1994 und deren Auswirkungen gehen die Jugendlichen besonders ein.

 

Umsetzung

Der Film ist ein gut recherchierter Beitrag zu den Herausforderungen und Veränderungen des deutschen Schienennetzes im Zuge der deutschen Einheit.

Der letzte Mauertote

Gruppenbild vor der Schule

Der letzte Mauertote – Ein Theaterstück über Chris Gueffroy und dem Schützen Ingo Heinrich

Alter: 17-19 Jahre | Format: Film | Gymnasium Schloss Plön | Plön, Schleswig-Holstein

 

Thema

Das selbst verfasste Theaterstück handelt vom Leben und Tod Chris Gueffroys, dem letzten Mauertoten, und dem Gerichtsprozess seines Mörders unter bundesrepublikanischem Recht. Dabei umfasst das Stück einen Zeitraum vom Frühjahr 1989 bis zum ersten Mauerschützenprozess 1991. Von den Träumen des jungen Chris und dessen Entscheidung zur Flucht aus der DDR, über Kritik an der Arbeitsmarkpolitik der DDR bis hin zum ersten Prozess 1991 und der Frage „Darf man Mauerschützen der DDR nach dem Recht der BRD verurteilen?“, werden im Laufe der Handlung einige Themenfelder theatralisch aufgearbeitet.

 

Umsetzung

Die Rollen im Skript entwickelten die Schülerinnen und Schüler anhand der historischen Personen. Die Handlung und Kontroversen der Mauerschützenprozesse setzen sie nachvollziehbar und anschaulich um.

Schule nach dem Mauerfall – Ein Bildungssystem im Umbruch

Russischlehrerin und Schüler an der Tafel

Schule nach dem Mauerfall – Ein Bildungssystem im Umbruch

Alter: 16 Jahre | Format: Film| Gymnasium Altenholz | Altenholz, Schleswig-Holstein

 

Thema

Die Jugendlichen geht in einem 20-minütigen Erklärvideo der Frage nach, wie sich das Schul- und Bildungssystem der DDR durch die Wiedervereinigung verändert hat und was dies für die Personen, die in diesen Systemen agierten, bedeutete. Der Film nimmt Vor- und Nachteile des Schulsystems kritisch in den Blick und zeichnet die Umbrüche im Bildungssystem verständlich und einordnend nach.

 

Umsetzung

Der Film wartet mit Interviews mit Zeitzeugen, persönlichen Erinnerungen und einer Fülle von Video- und Bildmaterial aus verschiedenen Archiven und Rundfunkanstalten auf.

Die Veränderung der deutschen Automobilindustrie durch die Wende

Gruppenbild

Die Veränderung der deutschen Automobilindustrie durch die Wende

Alter: 17 Jahre | Format: Audio | Katharineum zu Lübeck | Lübeck, Schleswig-Holstein

 

Thema

Der  Podcast der Jugendlichen widmet sich den gravierenden Veränderungen der Automobilindustrie während der Transformationszeit ab 1989. Auch die ambivalente Rolle der Treuhandgesellschaft wird thematisiert. Im Laufe des Podcast sind einige O-Töne von Zeitzeugen aus Ost- und West und deren jeweilige Perspektive auf die Umwälzungen in der Autoindustrie zu hören.

 

Umsetzung

Der Podcast ist locker gestaltet, gut recherchiert und unterhaltsam zu verfolgen. In weniger als 14 Minuten ergibt sich ein kurzweiliger Überblick über den Konkurrenzdruck der Umbruchszeit in der Automobilbranche.

Wendezeit – die Situation der Frauen in Ost und West

Jugendliche auf einer Baustelle

Wendezeit – die Situation der Frauen in Ost und West

Alter: 17 Jahre | Format: Audio | Katharineum zu Lübeck | Lübeck, Schleswig-Holstein

 

Thema

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen mit historischem Bild- und Videomaterial illustrierten Podcast. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen der Situation von Frauen aus Ost- und Westdeutschland nach 1989/90. Die Jugendlichen erklären anhand von Werbeaufnahmen aus beiden Ländern die grundlegend unterschiedliche Situation der klassischen Hausfrauenrolle (BRD) einerseits sowie der Doppelbelastung von Lohn- und Care-Arbeit in der DDR anderseits. Darauffolgend gehen sie auf die Annäherungsschwierigkeiten der „stiefschwesterlichen“ Frauenbewegungen aus Ost- und Westdeutschland ein und arbeiten die sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche heraus, von denen zuallererst die Frauen aus der DDR betroffen waren.

 

Umsetzung

Die Schülerinnen führten neben der Hintergrundrecherche auch Gespräche mit Zeitzeuginnen und Straßenumfragen durch. Der Podcast ist aufwändig illustriert und technisch gut umgesetzt.

Die Wende auf dem Eis

Schülerinnen

Die Wende auf dem Eis

Alter: 17 Jahre | Format: Audio | Katharineum zu Lübeck | Lübeck, Schleswig-Holstein

 

Thema

Die zwei Schülerinnen haben einen Podcast zum Thema „Wende“ im Eiskunstlauf erstellt. Darin diskutieren sie die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf den Eiskunstlauf, insbesondere für die Sportlerinnen und Sportler aber auch für Trainer wie Ingo Steuer, der als IM für die Stasi tätig war und nach Ende seiner Karriere in der Bundesrepublik das Weltmeisterpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy trainierte. Als weitere konkrete Beispiele dienen die Biografien von Katarina Witt und ihrer Trainerin Jutta Müller und welche Auswirkungen die Zusammenlegung der Sportsysteme für sie hatte.

 

Umsetzung

Die beiden Schülerinnen sprechen den Podcast abwechselnd ein. Der Gegenwartbezug gelingt den Schülerinnen über bis heute bestehende personelle Kontinuitäten im Eiskunstlauf.

Alle glücklich – auch die Schüler?

Die Mauer fällt und alle sind glücklich – auch die Schüler?

Alter: 14–15 | Format: Erklärfilm | Schule: Gymnasium Altenholz | Schleswig-Holstein

Thema
Hat sich das Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrern, aber auch unter Schülern nach der deutschen Einheit verändert? Das wollten die Schülerinnen aus Altenzholz herausfinden und führten sieben Zeitzeugeninterviews. Sie starten mit einer Einordnung des Schulsystems in der DDR. Anders als vermutet, blieben die Klassenverbände nach dem Mauerfall weitestgehend stabil. Allerdings wurden vormals ideologische Fächer wie Staatsbürgerkunde nun eher gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtet. Die Kernfächer, wie beispielsweise Mathematik und Biologie, blieben hingegen gleich. Die Schülerinnen stellen überrascht fest, dass die kritische Hinterfragung der ideologischen Position der Lehrer nicht in großer Tiefe erfolgte. Es habe vielmehr einen relativ gleichmäßigen Übergang gegeben.

Umsetzung
Die Schülerinnen erstellten einen knapp 10-minütigen Erklärfilm, der mittels Legetechnik umgesetzt wurde. Der Film ist technisch sehr gut umgesetzt und stellt die Recherche der Jugendlichen kurzweilig und ansprechend dar.

Der Filmbeitrag

Als junger Wessi freiwillig im DDR-Knast

Als junger Wessi freiwillig im DDR-Knast. Die einzigartige Geschichte Daniel Hettwichs, die auch nach der Wende weitreichende Folgen mit sich brachte

Alter: 16 – 17 Jahre | Format: Video | Gymnasium Schloss Plön | Plön, Schleswig-Holstein

Thema
Was hat einen jungen Mann aus Westdeutschland dazu bewegt, freiwillig in der DDR ins Gefängnis zu gehen? Die drei Schülerinnen führen ein umfangreiches Zeitzeugeninterview mit Daniel Hartwig, der als junger West-Berliner 1987 einen Verkehrsunfall in der DDR verursachte, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Freiwillig trat er daraufhin seine zweijährige Haftstrafe in der DDR an. Die Schülerinnen ermöglichen einen spannenden Einblick in die Gefühlswelt und erlebten Repressalien eines Häftlings in der DDR. Sie schlagen außerdem einen Bogen zum Jungsein, indem sie das Leben von Jugendlichen in der DDR mit ihrem vergleichen. Ihnen gelingt der Abschluss durch einen starken Gegenwartsbezug durch den Verweis auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Dieser zeige, dass die sorgenlose Jugend vorbei sei: Die Schülerinnen möchten sich für ein demokratisches Europa einsetzen und dazu beitragen, eine Spaltung zwischen Ost und West zu verhindern.

Umsetzung
Das Video besteht aus einer Präsentation, die mit gesprochenen Erklärungen hinterlegt ist, sowie aus Interviewausschnitten und Zoom-Mitschnitten. Die Schülerinnen werden darin auch selbst sichtbar und reflektieren die Thematik.

 

 

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