Die Lumiche

Die Lumiche

Alter: 16-18 Jahre | Format: Website | Berufliches Gymnasium Falkenberg | Falkenberg/Elster, Brandenburg

Thema
Die Gruppe hat eine Website zum Thema Jugendkulturen erstellt und präsentiert dort vielfältige Projekte. Einerseits befinden sich auf der Website zahlreiche Transkripte und Zusammenfassungen von Zeitzeugeninterviews. Andererseits haben die Jugendlichen aber auch kreative Projekte auf der Basis dieser Gespräche erstellt. So ist beispielsweise ein Comic entstanden, dessen Text in Gedichtform verfasst wurde. Weiterhin haben sie verschiedene Kurzvideos und einen Podcast produziert. Insgesamt präsentieren die fünf Schüler/-innen ein buntes Potpourri an unterschiedlichen Formaten zum Thema Jugendkulturen.

Umsetzung
Die Gruppe hat eine sehr einladend gestaltete Website erstellt, in die viel Arbeit gesteckt wurde. Unter dem Thema „Jugendkulturen“ finden sich auf der Website spannende Transkripte von Zeitzeugeninterviews, ein Comic, Kurzvideos und ein Podcast.

(UN)ERHÖRT

Die Äußerung des individuellen Freiheitsverständnisses junger Musiker*innen nach dem Mauerfall in gesungenen Liedtexten

Alter: 16 Jahre | Format: Magazin | Gymnasium Bürgerwiese Dresden | Dresden, Sachsen

Thema
Die Musik als Sprache der Freiheit, damals wie auch heute: Die Jugendlichen gehen in ihrem Magazin der Frage nach, wie sich das Freiheitsverständnis junger Musiker und Musikerinnen in ihren Liedtexten nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung widerspiegelte. Werden die Umbruchserfahrungen in den Songtexten sichtbar? Dabei gehen sie sowohl auf die westliche- als auch auf die östliche Perspektive ein und analysieren vier bekannte Liedtexte, die nach dem Ende der DDR gesungen, wiederentdeckt oder neu geschrieben wurden. Infolgedessen stellen die Gruppe Mentalitätsunterschiede zwischen ost- und westdeutschen Musiker und Musikerinnen fest.

Umsetzung
Die Jugendlichen haben ein 28-seitiges Magazin gestaltet, welches den Titel „(UN)ERHÖRT“ trägt.

Zwischen Trabbi und Käfer

Zwischen Trabbi und Käfer

Alter: 17 – 18 Jahre | Format: Theaterstück, Instagram-Account | Internatsschule Schloss Hansenberg | Geisenheim, Hessen

Thema
Mittels eines Theaterstücks wird das Leben des jungen Steffen Hoffmann, einem ehemaligen DDR-Bürger, aufgearbeitet. 23 Jahre nach seinem Abschluss wird er zu einem Klassentreffen seines Jahrgangs eingeladen. Dort begegnet er vier ehemaligen Klassenkameraden und Klassenkameradinnen, die die Umbruchszeit als junge Bürgerinnen und Bürger miterlebten: Als Punk-Band-Mitglied, als Jugendoppositionelle sowie als Leistungssportler, der Opfer von Zwangsdoping wurde. Auch der ehemaligen FDJ-Gruppenleiterin begegnet der Protagonist wieder. Die Schüler/-innen zeigen mit ihrem  Theaterstück, wie wichtig es ist, sich mit Biografien und individuellen Schicksalen auseinanderzusetzen.

Umsetzung
Die thematische Ausgestaltung erfolgte in Form eines Theaterstücks in Skriptform. Begleitend dazu wurde ein Instagram-Account eingerichtet.

Eine Reise ohne Grenzen

Eine Reise ohne Grenzen

Alter: 16 – 17 Jahre | Format: Kunst (Plastik) | Marie-Curie-Gymnasium | Bad Berka, Thüringen

Thema
Grenzenloses Reisen. Was heute zu unseren normalen Freiheiten gehört, war in der DDR nicht selbstverständlich. Welche Bedeutung hatte Reisen bis 1989 und danach? Dieser Frage gehen die Schülerinnen und Schüler nach und wollen sie mit ihrer Plastik beantworten. Das Kunstwerk bildet das Brandenburger Tor als Symbol der Teilung ab und zeigt die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten in Ost- und West-Berlin in Bezug auf das Thema Reisen und Reisebeschränkungen. Grundlage ihrer Ergebnisse sind Gespräche mit ihren Eltern, die in der DDR aufwuchsen. Auch die Schülerinnen und Schüler selber machen in ihrem Projekt auf empfundene und bestehende Unterschiede in ihrer jugendlichen Lebenswelt zwischen Ost und West aufmerksam.

Umsetzung
Die Schülerinnen und Schüler entwarfen und gestalteten ein kreatives Kunstwerk aus unterschiedlichen Materialien.

Vereint trotz Unterschiedlichkeit

Vereint trotz Unterschiedlichkeit

Alter: 16 – 17 Jahre | Format: Kunst (Plastik) | Marie-Curie-Gymnasium | Bad Berka, Thüringen

Thema
In ihrem Projektbeitrag gehen die Schülerinnen der Frage nach, ob sie als Generation Z immer noch Unterschiede zwischen Ost und West verspüren. Die Gruppe verarbeitete ihre Überlegungen künstlerisch, indem sie zwei Hände aus Gips modellierten, symbolisch für die Frage stehend „Wie vereint ist Deutschland heute?“. Entstanden ist eine anregende 3D-Collage zweier Hände – jeweils für Ost und West stehend – bestückt mit Bildern und Zitaten aus Gesprächen mit Menschen, die das getrennte sowie wiedervereinte Deutschland erlebten. Mit ihrer Plastik wollen sie das Gefühl von Einheit, das sie heute verspüren, greifbar machen. Sie stellen fest: Es gibt Unterschiede zwischen Ost und West, die Einheit aber sei stärker.

Umsetzung
Kreativ sehr gut umgesetzt, haben die Schülerinnen und Schüler eine Plastik gestaltet, in der sie Fotos und Zitate aus den Zeitzeugengesprächen mit einfließen lassen.

Einkaufen mit Papa

Einkaufen mit Papa. Konsum im geteilten Deutschland.

Alter: 17 Jahre | Format: Comic | Gymnasium Burgstädt | Burgstädt, Sachsen

Thema
„Wir hatten ja nichts“, „Früher war alles besser“ und „Irgendwann brauchen wir das“. Diesen Aussagen begegneten zwei Schülerinnen immer wieder. Ausgangspunkt ihrer Recherchen zum Thema „Konsum in der DDR und nach dem Mauerfall“ waren Gespräche mit Familienmitgliedern, die in der DDR gelebt haben. Ihre Ergebnisse verarbeiteten sie in einem dreiteiligen Comic, der einen Supermarktbesuch von Vater und Kind visualisiert. Den beiden Schülerinnen gelingt ein historischer Rückblick in die schwierige Versorgungslage nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1950er-Jahre. Mit dem Fall der Mauer schwanden auch die alltäglichen Herausforderungen beim Einkaufen. Die Vervielfältigung des Warenangebots, die den Protagonisten zunächst überfordert, führte jedoch auch zu einer Verdrängung ostdeutscher Produkte in den Supermarktregalen sowie zu Preissteigerungen. Die Brücke zu Heute schlagen die Schülerinnen mit der Frage, inwiefern sich einige Einkaufspraktiken, wie der Vorratskauf, aus der DDR bis heute gehalten haben. Dadurch machen die Schülerinnen auf den Mentalitätswandel zwischen der jüngeren und älteren Generation aufmerksam.

Umsetzung
Die Ergebnisse ihrer Recherchen setzen die beiden Schülerinnen in einem händisch gezeichneten, dreiteiligen Comic um, das insbesondere jüngere Zielgruppen zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik „Konsum im geteilten Deutschland“ einlädt.

Plowing up. Zeitreise der Jugendkulturen

Plowing up. Zeitreise der Jugendkulturen: DDR; BRD; Republik

Alter: 17 – 19 Jahre | Format: Spiel | Lina-Hilger-Gymnasium | Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz

Thema
In ihrem Spiel geben vier Schülerinnen und Schüler einen lebendigen Einblick in die Umbruchszeit für Jugendliche. Während des Spiels erleben die Spielerinnen und Spieler eine Zeitreise: aus der DDR über das vereinigte Deutschland bis in die heutige Bundesrepublik. Man kann als Spieler/-in zahlreiche Situationen miterleben, wie etwa zur Freizeitgestaltung in der DDR und Bundesrepublik, Herausforderungen des Schulwechsels während des Umbruchs oder die Karrierewege der Eltern. Für diese lebensnahen Beispiele haben sie umfangreich recherchiert und Zeitzeugen befragt. Ein Gegenwartsbezug wird hergestellt, indem die Jugendlichen Situationen aus ihrem eigene Leben mit aufnehmen, wie etwa die Möglichkeit, das erste Mal zu wählen, Einschränkungen durch die Pandemie zu erleben oder auch auf Friedensdemonstrationen gegen den Ukrainekrieg zu gehen.

Umsetzung
Mit viel Liebe zum Detail haben die Schülerinnen und Schüler ein kreatives Spiel gebastelt. Die Ergebnisse aus ihren Recherchen haben sie in Aktionskarten umgewandelt, durch die die Spielerinnen und Spieler auf ihrem Weg zum Ziel Einblicke in den Alltag von Jugendlichen in West und Ost erhalten.

Der Sandmann im politischen Spannungsfeld

Der Sandmann im politischen Spannungsfeld: Wie eine Kinderserie den Untergang eines Staates überlebte!

Alter: 14 – 15 Jahre | Format: Video | Gymnasium Altenholz | Altenholz, Schleswig-Holstein

Thema
Die vier Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der Geschichte des West- und Ost-Sandmännchens und gingen der Fragestellung nach, warum das Ost-Sandmännchen noch heute als Kultfigur über die Fernsehbildschirme der Bundesrepublik flimmert. Sie zeichnen die Geschichte der beiden Sandmännchen seit deren Entstehung 1959 nach, die sie immer wieder in Originalsequenzen des Sandmännchens und von Pittiplatsch, Schnatterinchen und dem Hund Moppi einbetten. Zwei Zeitzeugen und Experten geben in Mitschnitten Auskunft zur historischen Bedeutung des Sandmännchens. Ein zentrales Thema neben der Geschichte und allgemeinen Bedeutung des Sandmännchens während des Umbruchs ist die vermeintlich geplante Absetzung des Ost-Sandmännchens 1991, die zu einer politisch aufgeladenen Debatte und öffentlicher Entrüstung führte.

Umsetzung
Die Umsetzung des Videos ist sehr gut gelungen und strukturiert. Bild- und Tonqualität sind einwandfrei. Die Schülerinnen und Schüler gestalten die Präsentation lebhaft durch den Wechsel von Originalszenen, Interviewausschnitten und eigenen Einspielern.

Feminismus: Die junge Frau im Umbruch

Feminismus: Die junge Frau im Umbruch

Alter: 14 – 15 Jahre | Format: Video | Gymnasium Altenholz | Altenholz, Schleswig-Holstein

Thema
Inwiefern haben die Umbruchszeiten den Feminismus und die Rolle der jungen Frau verändert? Dieser Leitfrage gehen die drei Schülerinnen aus Altenholz in ihrem Film nach. Dabei vergleichen sie die unterschiedlichen Rollenbilder in der Bundesrepublik mit denen der DDR und fragen, wie sich diese in den Umbruchszeiten verändert haben. Die Schülerinnen ordnen Feminismus und die politische Emanzipation der Frauen in der DDR ein und machen auf die Divergenz von Wahrnehmung und Wirklichkeit aufmerksam. Das Rollenbild der DDR-Frauen wird im Film mit dem traditionellen Rollenbild in der Bundesrepublik verglichen, bevor auf die Zeit des Mauerfalls eingegangen wird. Die Schülerinnen erläutern, dass sich nach dem Mauerfall viel für Frauen änderte, vor allem in Ostdeutschland.

Umsetzung
Es ist interessantes und technisch einwandfreies Video entstanden, in dem Tonausschnitte aus dem Zeitzeugengespräch, historisches Bildmaterial sowie Videoaufnahmen der drei Schülerinnen selbst kombiniert werden.