Infoveranstaltung

Ihr habt Lust, am Jugendwettbewerb teilzunehmen, aber wisst noch nicht wie? Dann schaltet am 28. September bei unserer Info-Veranstaltung zum Jugendwettbewerb ein!

Wir sprechen über den Wettbewerb, das Thema und wie die Teilnahme abläuft. Um 16 Uhr live auf Youtube: https://tinyurl.com/5y645jt7 🎥

Umbruchszeiten.
Deutschland im Wandel
seit der Einheit
Thema 2021/2022: Jungsein

Umbruchsexpertinnen und -experten
gesucht

Gibt es heute eigentlich noch Punks? Und wie entwickelten sich Jugendkulturen von damals bis heute?

Die Zeiten nach der Vereinigung 1989/90 waren für viele Deutsche Umbruchszeiten. Zwei völlig unterschiedliche Länder und ihre Bewohner/-innen mussten zusammenfinden. Das betraf nicht nur die Politik, sondern auch den Alltag und die Gesellschaft – von Musik bis Mode und von Reisen bis Jobsuche.

Weißt du, was sich nach der deutschen Einheit für Jugendliche in Ost- und Westdeutschland änderte?

Hast du Lust, dich auf eine spannende Spurensuche nach Geschichten von Personen und Orten zu begeben, die durch die Einheit geprägt wurden?

Fragst du dich auch, was all das noch mit unserer heutigen Welt zu tun hat?

Such dir ein interessantes Thema, ein paar Mitstreiter/-innen und finde raus, was seit damals passiert ist.

Dafür kannst du Zeitzeugengespräche führen, zu passenden Orten fahren und in Büchern oder dem Internet recherchieren oder vieles mehr. Wie du deine Ergebnisse dann präsentierst, ist dir überlassen: Ob Film, Comic oder Text, alles ist möglich!


Jugendliche in der DDR

Der Jugendwettbewerb

Der Wettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ möchte 2021/2022 Jugendliche anregen, sich mit der jüngsten Vergangenheit und Fragen rund um das Erwachsenwerden in den Umbruchjahren seit 1989/90 auseinanderzusetzen. Einzelne Geschichten – über Menschen und Orte – stehen im Mittelpunkt. Ab dem 15. September können sie sich mit Beiträgen zum Thema „Jungsein“ beteiligen und insgesamt bis zu 30 Preise in Höhe von 500 bis 3.000 Euro gewinnen. Die Preisverleihung findet im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin statt.

Das Thema: Jungsein

Jungsein damals und heute – was hat sich seit der deutschen Einheit gewandelt? Rund 30 Jahre ist es her, dass die Friedliche Revolution und der demokratische Aufbruch in der DDR die deutsche Einheit ermöglichten. Die Jugendlichen, die die Umbrüche 1989/90 erlebten, sind heute erwachsen und in vielen Fällen selbst Eltern. 

Deutschland musste nach 40 Jahren Teilung wieder zusammenwachsen. In Ostdeutschland wurde nach Ende des Sozialismus und der Planwirtschaft ein neues politisches, wirtschaftliches und soziales System nach bundesrepublikanischem Vorbild eingeführt. Diese Veränderungen betrafen nicht nur die Politik, sondern hatten tiefgehende Auswirkungen auf das Leben einzelner Menschen. Die Jugendlichen von damals erlebten einerseits neue Freiheiten und Hoffnungen. Andererseits war es auch eine Phase der Verunsicherung und Orientierungslosigkeit. Was veränderte sich 1989/90 für junge Menschen, als Deutschland wieder ein Land wurde? Inwieweit sind die Auswirkungen auch in der Gegenwart noch spürbar? Und bedeutet es heute noch etwas, ob man in Ost- oder Westdeutschland aufwächst?

Das Thema bezieht sich nicht nur auf Ostdeutschland: Bereits vor 1989 hatten Menschen Kontakte über die Mauer hinweg. Mode und Musik beeinflussten sich gegenseitig. Wie entwickelten sich Jugendkulturen von damals bis heute? Nach Mauerfall und Einheit zogen Millionen Menschen innerhalb von Deutschland von Ost nach West und West nach Ost. Ebenso sind Menschen aus anderen Regionen der Welt und mit diversen kulturellen und religiösen Hintergründen nach Deutschland gekommen und haben hier eine Heimat gefunden. Welche Erfahrungen haben sie in der Transformationszeit gemacht?

Wer kann sich beteiligen?

Teilnehmen können Gruppen von Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren, die Lust haben, sich auf die historische Spurensuche zu begeben und sich mit konkreten Geschichten über Menschen und Orte auseinanderzusetzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Ob Film, Podcast oder Text –  die Form der Beiträge ist frei wählbar und soll durch einen kleinen Projektbericht ergänzt werden, der Fragestellung, Vorgehensweise und Quellen erläutert.

Start des Wettbewerbs ist der 15. September 2021. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 1. März 2022. 

Preisgelder -Hauptpreise bis zu 3.000 Euro!

Alle Hauptpreisträger/-innen werden von uns zur feierlichen Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Die Kosten für eure Anreise und Übernachtung übernehmen wir. Die Preisverleihung wird am 20. Juni 2022 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stattfinden.

Auch, wenn es bei euch zu keinem Hauptpreis gereicht hat, geht ihr nicht leer aus: Zusätzlich werden bis zu 25 dritte Preise zu je 500 Euro vergeben. Und ganz wichtig: Alle, die am Wettbewerb teilgenommen haben, erhalten eine Urkunde.

Jetzt schnell registrieren und loslegen!

Die Jury

Eine siebenköpfige Jury wird sich die Beiträge genau anschauen und die Siegerprojekte auswählen.

Mawil

ist ein deutscher Comic-Zeichner und Illustrator. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Graphic Novel „Kinderland“.

„Wenn ich früher an die Umbruchszeit von 1989/90 dachte, ging es immer erstmal
um die kindliche Begeisterung über die neuen West-Spielsachen, die Musik und Klamotten.
Heute beschäftigt mich als Erwachsener eher die damalige Situation meiner Eltern,
die Aufbruchsstimmung aber auch die Unsicherheit über Jobverlust und Systemwechsel.“

Christina Morina

ist Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld.

„Die Umbruchszeit ist für mich hauptsächlich eine Zeit des Aufbruchs, der Freiheit und der unendlichen Möglichkeiten, zugleich aber auch eine Zeit der Unsicherheiten und offenen Fragen, die mich persönlich und als Historikerin heute intensiver denn je beschäftigen.“

Niko Lamprecht

ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. und Schulleiter der Carl-von-Ossietzky-Schule in Wiesbaden. Er unterrichtet Geschichte, Musik sowie Politik und Wirtschaft.

„Wir sollten uns heute mit der Umbruchszeit seit 1989/90 beschäftigen, weil sie ein Schnittpunkt der Geschichte ist, ohne dessen Kenntnis wir (und besonders Jugendliche) manche Entwicklung nicht einmal im Ansatz einordnen und verstehen könnten.“

Helene Reiner

ist Social-Media-Expertin, Redakteurin und Teil der News-WG, einem Instagram Kanal des Bayrischen Rundfunks. Dort bereitet sie News zum Mitreden und Verstehen auf.

„Wenn ich an die Umbruchszeit seit 1989/90 denke, dann denke ich als erstes an mutige Menschen, die friedlich für Freiheit und Demokratie gekämpft haben und es geschafft haben, eine schier unüberwindbare Mauer zum Fall zu bringen.“

Helen Schroeder

ist stellvertretende Landesschülersprecherin, die Koordinatorin für Presse der Bundesschülerkonferenz und setzt sich engagiert für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein.

„Wir sollten uns heute mit der Umbruchszeit seit 1989/90 beschäftigen, weil die Ereignisse des kalten Krieges und die damit verbundene Teilung Deutschlands, ebenso wie die dem entgegengesetzte Bewegung der Wiedervereinigung noch immer gesellschaftliche, soziale und politische Auswirkungen in der heutigen Zeit haben. Auch ich kann diese wahrnehmen, obwohl ich jene Ereignisse persönlich nicht miterlebt habe.“

Anna Kaminsky

ist Geschäftsführerin/Director der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und richtet gemeinsam mit dem Ostbeauftragten den Jugendwettbewerb aus.

„Die Umbruchszeit ist für mich hauptsächlich eine Zeit großer Hoffnungen und Erwartungen aber auch eine Zeit voller Ängste und Verunsicherungen.“

Dagmar Rothacher

ist Leiterin des Arbeitsstabes Angelegenheiten der neuen Bundesländer und unterstützt den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, den Parlamentarischen Staatssekretär Marco Wanderwitz.

„Wir sollten uns heute mit der Umbruchszeit seit 1989/90 beschäftigen, weil die einzigartigen Aufbauleistungen und Umbrucherfahrungen der Menschen in den neuen Bundesländern in das kollektive Gedächtnis aller Deutschen gehören.“

Hier geht’s zum Projektarchiv 2019/20

Alle Gewinner-Gruppen und einige weitere schöne Beiträge werden in unserem Projektarchiv vorgestellt.
Lasst euch von den tollen Themen und Formaten inspirieren!

 

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